Die Schlacht von Leipzig 1813-2023

Letzten Sonntag war einer dieser typischen Regentage, an denen die ursprünglichen Pläne buchstäblich ins Wasser fallen. Also musste spontan eine Alternative her. Die Wahl fiel auf die Ausstellung Wunderwelt Ozean im Port des Lumières in Hamburg. Und rückblickend war das eine hervorragende Entscheidung.

Die Sonderausstellung Wunderwelt Ozean läuft nur etwa einen Monat und nimmt die Besucher mit auf eine beeindruckende Reise durch die Weltmeere. Von farbenprächtigen Korallenriffen über geheimnisvolle Tiefseebewohner bis hin zu gigantischen Walen wird die Unterwasserwelt auf spektakuläre Weise zum Leben erweckt.

 

Die Eintrittskarten hatten wir bereits vorab online gekauft. Das sollte man unbedingt machen, denn bei der Buchung erhält man direkt ein Zeitfenster für den Besuch. Der Eintritt kostete 23 Euro pro Person und dann ging es Richtung Hamburg.

Das Port des Lumières befindet sich in der Nähe des neuen Westfield Centers. Wer mit dem Auto anreist, findet in der Umgebung mehrere Parkhäuser. Ich habe für das Parken sechs Euro bezahlt und das war für Hamburger Verhältnisse durchaus angenehm. Von dort aus sind es nur wenige Minuten Fußweg bis zum Eingang.

Nach dem Scannen der Tickets konnten wir direkt hinein. Ein Tipp gleich vorweg. Nutzt die Schließfächer am Eingang. In der großen Halle wird es angenehm warm und mit Jacke kann man schnell ins Schwitzen kommen. Also lieber verstauen und das Erlebnis entspannt genießen.

Die Vorführungen starten regelmäßig und man kann sich völlig frei durch die riesige Halle bewegen. Es gibt Sitzmöglichkeiten, aber man sollte ruhig auch verschiedene Plätze ausprobieren. Egal wo man steht, die Projektionen umgeben einen von allen Seiten. Die Bilder erscheinen auf den Wänden, dem Boden und sogar auf den höheren Ebenen.

Besonders beeindruckend war die Atmosphäre. Riesige Wale glitten scheinbar lautlos durch die Halle. Delfine, Quallen und andere Meeresbewohner tauchten in beeindruckender Größe auf. Dazu erklangen passende Musikstücke und authentische Geräusche aus der Unterwasserwelt. Zeitweise hatte man wirklich das Gefühl, selbst auf Tauchgang zu sein.

Natürlich durfte auch der Spaß nicht fehlen. Auf einer Ebene gibt es eine Station für Erinnerungsfotos. Dort wird ein Bild aufgenommen und anschließend von einer künstlichen Intelligenz im Stil von Vincent van Gogh gestaltet. Plötzlich steht man da, als wäre man direkt einem seiner berühmten Gemälde entsprungen.

Als ich mein fertiges Foto sah, war mein erster Gedanke: Jetzt fehlt eigentlich nur noch, dass ich mir ein Ohr abschneide. Zum Glück blieb es bei dem Gedanken. Das Ergebnis war allerdings so überzeugend, dass man sich für einen Moment tatsächlich wie eine Figur aus der Welt von van Gogh fühlte.

Das Beste daran: Die Bilder sind kostenlos und können direkt an die eigene E Mail Adresse geschickt werden. Eine schöne und zugleich ziemlich lustige Erinnerung an einen außergewöhnlichen Tag.

Nach gut einer Stunde waren wir völlig begeistert. Eigentlich sogar so begeistert, dass wir uns die komplette Präsentation direkt ein zweites Mal angesehen haben. Beim zweiten Durchgang entdeckt man noch viele Details, die einem zuvor gar nicht aufgefallen sind.

Mein Fazit fällt eindeutig aus. Für 23 Euro bekommt man an einem verregneten Sonntag in Hamburg ein außergewöhnliches Erlebnis. Die Kombination aus modernster Technik, beeindruckenden Bildern, passender Musik und der faszinierenden Welt der Ozeane sorgt für Gänsehautmomente.

Ich werde auf jeden Fall wiederkommen. Ab dem 20. Juni zieht mit Gustav Klimt Gold und Farbe die nächste Ausstellung ein. Da Gustav Klimt seit vielen Jahren mein absoluter Lieblingskünstler ist, steht der nächste Besuch eigentlich schon fest.

Zur Einstimmung auf die kommende Gustav Klimt Ausstellung habe ich im Shop natürlich nicht widerstehen können. Am Ende wanderten ein Paar Gustav Klimt Socken und gleich noch zwei passende Lesezeichen in meinen Einkaufskorb. Eigentlich hat das alles zusammen deutlich mehr gekostet, als ich ursprünglich ausgeben wollte. Aber wie heißt es so schön: Besser haben als brauchen.

Und mal ehrlich, wer mich kennt, weiß ohnehin, dass ich an solchen Dingen selten vorbeigehen kann. Die Socken sind zwar ein wenig ausgefallen und die Lesezeichen wahrscheinlich völlig überflüssig, aber genau deshalb mussten sie mit. Irgendwie findet sich später immer ein guter Grund, warum der Kauf absolut notwendig war.

Von mir gibt es deshalb eine klare Empfehlung. Wer an einem Regentag in Hamburg etwas Besonderes erleben möchte, sollte sich Wunderwelt Ozean im Port des Lumières nicht entgehen lassen.

https://www.port-lumieres.com/de