Frischlinge im Wildpark Uelzen

Während Keiler meist als Einzelgänger leben, führt die Leitbache ihre Familie an. Meist ist es das älteste Weibchen, nach dem sich die Paarungsbereitschaft aller Bachen richtet. So kündigt sich im Frühling der Nachwuchs gleich mehrerer Familien an. Durch den Zusammenhalt und die gegenseitige Fürsorge steigen die Überlebenschancen der Wildschweinbabys.

Nach einer Tragzeit von 3,5 Monaten bringt die Wildschweindame bis zu sieben Junge auf die Welt. Um die kleinen Frischlinge zu gebären, trennt sie sich schon Tage vor der Geburt von der Rotte und bereitet ein Nest. Dabei geht sie sehr geschickt vor. In sumpfigen Gebieten baut das Wildschwein den Wurfkessel auf eine Erhöhung, damit er trocken bleibt. Das mit Gras gepolsterte und mit einem Dach versehene Zuhause der kleinen Wildschweine ist stets gen Süden ausgerichtet, um von der Sonne gewärmt zu werden.

 

In den ersten Tagen nach der Geburt bleibt die Mutter mit ihrem Nachwuchs im Nest. Noch sind die Kleinen sehr kälte- und nässeempfindlich. Ihr Deckhaar ist viel weicher als das ausgewachsener Wildscheine. Dadurch ist ihre Wärmeregulation noch nicht vollständig ausgebildet. Eng schmiegen sie sich an ihre Geschwister und wärmen sich gegenseitig.

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